Startseite

Kaiserglanz in Goslar:

Ausstellung zum 1000 Geburtstag von Heinrich III

Tagesfahrt des Einbecker Geschichtsvereins nach Goslar
am 23. Januar 2018

Marion Bartels und Evelin Vollmer haben wieder eine interessante Tagesfahrt vorbereitet.

Der Einbecker Geschichtsverein bietet an, am Dienstag, 23. Januar 2018 die Ausstellung

„Kaiser, Codex, Kirche, Kaiserglanz in Goslar"
Ausstellung zum 1000 Geburtstag von Heinrich III.

zu besuchen.

Diese Fahrt wird mit der Bahn stattfinden.

  • Treffen um 10:00 Uhr am Möncheplatz in Einbeck, von dort Fahrt mit dem Linienbus zum Bahnhof Salzderhelden, danach mit dem Zug umsteigefrei nach Goslar, Ankunft dort 11:59 Uhr. Zusteigen in Salzderhelden ist möglich, bitte aber telefonisch anmelden, siehe unten.

  • Treffen zur Rückfahrt mit dem Zug von Goslar um 16:30 Uhr

  • Eine Sonderführung durch die Ausstellung „Kaiser, Codex, Kirche“ ist für uns gebucht: 10 € pro Person plus 45 € Führungsgebühr für die Gruppe. Die Führung enthält einen Museumsbesuch samt einem Umtrunk.

  • Im Beiprogramm sind vorgesehen: Klosterkirche  Neuwerk – sie gilt als stilreinste romanische Kirche diesseits des Rheins und datiert von 1186. Sie wird extra für uns geöffnet. Ein Besuch des Annenstifts ist noch nicht geklärt. Eventuell auch Stephani-Kirche – sie würde auch extra für uns geöffnet werden.

  • Ansonsten Marktplatz mit den Bürgerhäusern, Glockenspiel, Marktkirche …

Weitere Details zum Tag in Goslar und zur Anmeldung erfahren Sie unter Telefon 05561- 81451 (Frau Vollmer) oder 05561-2263 (Marion Bartels). Dort bitte auch anmelden, da die Personenzahl für die Teilnahme fest mitgeteilt werden muss.

 

Geschichtliches über Heinrich III., der auch den Beinamen
„Schwarzer Heinrich“ trug.

Heinrich III. entstammte dem Geschlecht der Salier. Seine größte Leidenschaft in den vielleicht 39 Jahren seines Lebens sollte dem Harz mit seinen Wäldern und natürlich auch den Silberadern und Erzvorkommen gelten.

Bei seiner letzten Einladung zur Wildschweinjagd, anwesend war auch Papst Viktor II., starb er am 5. Oktober 1056 mit hohem Fieber. Ob das Fieber durch ein Gichtleiden ausgelöst wurde oder ob er eine verdorbene Hirschleber verspeist hatte? Vielleicht gibt die Ausstellung darüber Auskunft.

Wann er geboren wurde, im Jahr 1017 oder vielleicht schon 1016, so ganz genau scheint das nicht belegt zu sein. (Zitat von Prof. Gerhard Lubich, „Der Spiegel“ Ausgabe 31/2016): „Die Geburt galt damals wenig, viel wichtiger war der Todestag.“

Goslar feiert ihn und seinen 1000. Geburtstag, was sicher auch angemessen ist.

Heinrich III. errichtete die Kaiserpfalz und unter ihm entwickelte sie sich zu den wichtigsten Regierungsstätten im Heiligen Römischen Reich. Goslar galt als Heinrichs Lieblingspfalz. Zeitgleich mit der Pfalz ließ er die Stiftskirche St. Simon und Judas bauen (1040-1050). Zur Weihe dieser Stiftskirche, die später von den Goslarern als Dom bezeichnet wurde (sie war nie Amtskirche eines Bischofs), gab er ein prachtvoll gestaltetes Evangeliar in Auftrag. Der Kodex ist mit Farbbildern und Lettern aus goldfarbener Tinte verziert und nahezu vollständig erhalten.

Der Kodex verschwand im 30jährigen Krieg aus Goslar. Erst 1740 tauchte er in Schweden wieder auf, dann im Privatbesitz befindlich. Seit 1805 wird er in der Universitätsbibliothek in Uppsala verwahrt und wird heute als "Codex Caesareus Upsaliensis" bezeichnet.

Für die Zeit der Ausstellung (3.9.2017 – 28.2.2018) ist er nach fast 400 Jahren wieder im Wintersaal der Kaiserpfalz in Goslar zu sehen.

Stand 06.01.2018.  Änderungen sind vorbehalten.