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Einbeck damals

Bilder des 19. und 20. Jahrhunderts

zum Anschauen, Erinnern und Verweilen.

Quelle der Bilder und Texte: Stadtarchiv Einbeck 

Ausblick auf Einbeck vom Altendorfer Berg in den 20er Jahren. Im Vordergrund die noch unbebauten Wiesen der Kühner Höhe.
Am Möncheplatz / Ecke Grimsehlstraße standen bis 1910 noch die sog. Hirtenhäuser, die hier gerade abgebrochen werden.

Dahinter ist der »Gasthof zur Stadt Hannover« erkennbar. Seit 1878 befand sich dort das sog. »Vereinskrankenhaus«. An dieser Ecke steht heute die Ilme-Apotheke
Das Nachbarschaftsfest auf dem mit Tannen geschmückten Marktplatz um 1860. Im Hintergrund ist noch der alte Marktbrunnen zu sehen.

Es handelt sich vermutlich um das älteste Foto von Einbeck.
Das Hotel - Restaurant Hasenjäger um 1904. Die Abbildung vermittelt die ländlich-rustikale Atmosphäre dieses beliebten Ausflugslokals.
Der Möncheplatz um 1914. Links die ehemalige Volks- und später Realschule. Sie wurde 1971 abgerissen.

Die rechte Häuserreihe fiel 1969 den Baggern zum Opfer. Heute sind dort eine Bank und ein Supermarkt ansässig.
Das Kaiserliche Postamt mit Telegraphenstation in der damaligen Bahnhofsstraße (heute Dr.-Friedrich-Uhde-Str.). Die Post brannte 1907 ab.
Um 1900.

Blick vom Neuen Markt in Richtung auf das Kontorgebäude Stukenbrok, heute Neues Rathaus. 

Blick vom Marktkirchturm über die Einbecker Dachlandschaft zur Nordstadt in den 30er Jahren. Kirschenberg, Weidenfeld und Kühner Höhe sind noch nicht bebaut.
Das Einbecker Rathaus im Advent 1971.
1908 wurde der Walkemühlenweg mit Basalt gepflastert.
< Die alte Neustädter Kirche St. Marien auf dem Neustädter Kirchplatz vor Beginn des Abbruchs im Oktober 1962.
Festumzug durch den Neuen Markt, um 1920. Rechts das ehemalige Kreishaus, im Hintergrund der Turm der katholischen St. Josefs-Kirche
Marktplatz Nr. 5-7. Im Erdgeschoss der beiden Häuser gab es den Drogeriemarkt Dromar und das Nähzentrum Scheibe, bis die beiden Fachwerkhäuser 1980 abgerissen und durch einen moderneren Gebäudekomplex ersetzt wurden, heute Woolworth
Die Hullerser Str. um 1910. Zu sehen sind das Amtsgericht, Justizvollzugsanstalt und davor der Mönchehof. Das kleine Mädchen steht vor der Wollwarenhandlung Heidelberg.
Das Brodhaus, damals noch »Zum Brodhause«. Der Fassade fehlt die heutige Fachwerkbemalung.

Unter dem ersten Fenster zur Münsterstraße steht verwaschen das Wort »Ausschank«, ein Schild ganz rechts weist den Weg zur Buchdruckerei Rüttgerodt, die damals ihr Geschäftslokal in der Münsterstraße 2 hatte.
Eine Häuserzeile am Marktplatz um 1922. Die Fassaden des Brodhauses und der Ratsapotheke sind aus Brandschutzgründen voll verputzt. Der Eingang zum Brodhaus liegt im Gegensatz zu heute ganz am linken Gebäuderand.
Blick auf die Tiedexerstraße in den 60er Jahren, die von der Ecke Pastorenstraße stadtauswärts noch zu befahren war.

Die Autos tragen noch das Kennzeichen »EIN«. Geradeaus das Feinkostgeschäft Gutberlet.
Festliche Gesellschaft auf dem Marktplatz in den 60er Jahren. Linker Hand das Brodhaus, das alte Gildenlokal der Bäckergilde.
Die Südseite des Marktplatzes mit Blick auf das Alte Rathaus in den 60er Jahren. Das Gebäude der Druckerei Rüttgerodt ist noch voll verputzt; wo heute die Redaktion der Einbecker Morgenpost untergebracht ist, befand sich das Fachgeschäft für Herren- und Knabenbekleidung Diekmann & Ko
Das Einbecker Rathaus um 1900. Wer erinnert sich noch an den großen Baum direkt vor der Rathaustreppe?
Die Stadtmauer am Bäckerwall in den 20er - 30er Jahren, grüne naturbelassene Wiese, heute Spielplatz und Minigolfplatz.
Die Pastorenstraße mit Blick auf die Marktkirche im August 1910. Das kleine Mädchen im Vordergrund verfolgt neugierig und etwas scheu das Treiben auf der Straße
Einbecks Villenviertel: Die Rabbethgestraße um 1920; Blickrichtung Osten über den Hubeweg hinweg. Rechts das heutige EWG-Gebäude. Zwei vornehme, elegant gekleidete Damen gehen auf dem Hubeweg Richtung Ostertor und Stadt.
Der Hof in der Oleburg in den 30er – 40er Jahren. Ein Beispiel für die damalige Landwirtschaft in der Innenstadt, heute unvorstellbar.
Blick auf den Neuen Markt 1925. Es scheint ein kleiner festlicher Umzug stattzufinden, angeführt von einer Kutsche, gefolgt von Männern und Frauen, alle mit Schärpen. Im Hintergrund fällt der Blick auf die ehemalige Delikatessen-, Wein-, Kolonialwaren- und Zigarrenhandlung H.F. Ohnesorge, später das Glas- und Porzellangeschäft Willy Hunecke.
Die Marktstraße in Richtung Marktkirche in den 60er Jahren. Auf der rechten Seite ist das Lebensmittelgeschäft Kaisers Kaffee zu sehen, heute befindet sich dort die Eisdiele Dolomiti. Es gab noch keine Fußgängerzone.
Im Alten Rathaus wurden 1917 Lebensmittelmarken ausgegeben.
Ausbau des Hauses Marktstraße 12, der ehemaligen »Junkernbörse«, für den Betrieb »Wäsche-Hentze«, 1899. Die gesamte Fassade wurde stark verändert.
Die Tiedexer Straße um 1890. Die Landwirtschaft spielte sich auch noch mitten in der Stadt ab. Heuwagen und Kleinvieh lassen sich auf den Straßen finden.
Der Marktplatz Nr. 22 und 24, um 1904. Zu sehen sind die Huf- und Wagenschmiede Heinrich Heinzeroth sowie die Buchdruckerei und Verlag der Südhannoverschen Zeitung Carl Feist. Heute ist in der Nr. 24 eine Rechtsanwaltskanzlei.
Der Einbecker Marktplatz in den 20er Jahren. In den Räumen des heutigen Fotogeschäftes Gutbrot befanden sich damals das Fahrrad - und Nähmaschinengeschäft W. Riechers sowie die Goldschmiede von Hanns Burgtorff.
Der Marktplatz mit Blick auf das Rathaus in den 60er Jahren. Der Marktplatz war noch befahrbar, der Platz vor dem Eulenspiegel-Brunnen lädt mit Blumenkübeln und Sitzbänken zu einem kurzen Verweilen am zentralsten Punkt in Einbeck ein
Blick in den Breil, vom Kükenschnipp in Richtung Steinweg.
Ein Festumzug kommt von der Hohen Münsterstraße auf den Neuen Markt, 1914. 

Im Hintergrund die Münsterkirche.

Die Einbecker haben sich festlich gekleidet und verfolgen den Umzug mit großem Interesse.

Die Schrammstraße, Blick nach Norden, um 1900 - 1910, sie endete damals auf der Höhe der Hausnummern 8 und 9 vor dem sogenannten »Tummelplatz«. Man sieht Straßenjungs in Knickerbockern.
Am Rosenthal um 1912, mit Blick bis zum Möncheplatz/Kreishaus. Rechter Hand im Hintergrund ist noch der alte Wittram´sche Hof, auf der Ecke Am Rosenthal/Altendorferstraße war die Reparaturwerkstatt für Fahrräder und Automobile Carl Dralle, wo sich heute das Chinarestaurant befindet.
Der Hubeweg um 1900 - 1910, an der Kreuzung Rabbethgestraße, stadteinwärts blickend.
Der Steinweg um 1910 - 1920 mit Blick in Richtung Marktkirche, hier noch mit Kopfsteinpflaster.

Ursprünglich stand hier in der Bildlegende: "...mit Blick auf die Bäckerei Delliehausen..." Das kann aber nach einem freundlichen Hinweis und einer darauf erfolgten Prüfung im Adressbuch 1899/1900 nicht stimmen. Ein Blick dort  genügt und es muss richtigerweise heißen:

 "Die Papenstraße 1900 - 1910, von der Benser Straße, mit Blick auf die "Conditorei Struve"  (heute Sonnenstudio). Im Hintergrund die Einfahrt zur Einbecker Brauerei."

So, nun ist auch das richtig gestellt.

Die Bäume rechts gehören zur alten Neustädter Kirche St. Marien, die in den 60er Jahren abgerissen wurde.

Der Till – Eulenspiegel-Brunnen mit der Ratsapotheke im Hintergrund in den 50er Jahren: drei Jungen posieren freudig für den Fotografen.
Die Kreuzung Steinweg/Haspel um 1900, im Hintergrund St. Alexandri mit der ehemaligen Pferdeschwemme. Die auf der Straße spielenden Kinder blicken neugierig in die Kamera. Das Wäldchen im Vordergrund der Münsterkirche ist heutzutage vollständig bebaut.
Die Löwenkreuzung 1963, wo die Neustädter Kirche stand. Der neu angelegte öffentliche Platz wird rege für kleine Ruhepausen genutzt. Wie hat sich der Platz verändert?!
Der Hubeweg in den 50/60er Jahren vermittelt eine ländlich idyllische Atmosphäre. Wo sich heute das »Neubaugebiet« Kleines Weidenfeld erstreckt und links die Hermann-Löns-Realschule liegt, gab es damals nur Wiesen.

Die Lindenallee war damals noch vollständig bepflanzt.
Blick durch die Benser Straße in Richtung Norden zur  »Löwenkreuzung«/Marktstraße, um 1890. Die Straße trägt noch das alte Kalksteinpflaster. 
In der Benser Straße 18 gab es Ende des 19. Jahrhunderts noch das Gasthaus Hermann Eicke, gleichzeitig Schweineschlachterei.

Das Besitzer-Ehepaar hat sich im Jahr 1895 mit seinen Töchtern im Sonntagsstaat für den Fotografen in Positur gestellt. Heute befindet sich hier die Schlachterei Breitzke.
Die Neustädter Kirche St. Marien stand bis 1963 auf dem Neustädter Kirchplatz. Erbaut zwischen 1460 und 1525, war sie früher Mittelpunkt der Einbecker Neustadt.

Die große gotische Hallenkirche war im 19. Jh. schon einmal abgebrannt. Viele Einbecker, die hier getauft, konfirmiert oder getraut wurden, erinnern sich mit Wehmut an die größte Einbecker Kirche mit sehr schöner Innenausstattung, die 1963 wegen Baufälligkeit abgerissen werden musste.
Der »Kaiser-Friedrich-Turm« auf dem Altendorfer Berg im Jahr seiner Fertigstellung nach zweijähriger Bauzeit (1900).

Ermöglicht wurde der Bau durch großzügige Spenden Einbecker Bürger, nicht zuletzt durch einen erheblichen Beitrag des damals bereits nach Braunschweig verzogenen Einbecker Kaufmanns Bernhard Meyersfeld.

Dem alten Gasthaus »Zur Linde« am Hubeweg wurde 1907 für den Gleisanschluss der Firma Stukenbrok gegenüber die westliche Hausecke genommen,...

...bevor es 1908 abgebrochen und durch einen repräsentativen Neubau mit gusseisernem Terrassenvorbau ersetzt wurde
So schlicht sahen die Gebäude am Hallenplan 1906 noch aus: links das ursprüngliche Ratsdienerhaus, später Polizeistation und Eichamt. In der Mitte die Rückfront des historischen Rathauses und davor die erst ein paar Jahre zuvor (1883) gepflanzte »Luther-Linde«. Am Rathaus vorbei geht der Blick auf die noch vollständig verputzte Ratsapotheke auf dem Marktplatz.
Anschlussgleis über den Hubeweg zum Gelände der ehemaligen Firma Stukenbrok
Blick aus der Vogelperspektive auf den Stukenbrok-Park mit Bahnhofstraße (heute Dr.-Friedrich-Uhde-Straße) und Bürgermeisterwall (links).

Im Hintergrund das gesamte Firmengelände der Fahrradfabrik Heidemann. Das Foto entstand in den 60er Jahren vor dem Bau der Einbecker Stadtbibliothek und dem Bau der Volksbank. An ihrer Stelle steht noch die 1969 abgerissene Central-Molkerei.

Die mittlere Mühle am Benser Tor in einer Ansicht aus der Zeit um 1900. Sie gehörte damals Wilhelm Siebrecht, der in dem weitläufigen Gebäude auch eine Manufakturwarenhandlung und eine mechanische Spinnerei betrieb. 1926 brannte die Mühle ab. Heute steht dort die Feuerwehrtechnische Zentrale der Stadt Einbeck.

Der Omnibus-Bahnhof vor dem Bahnhofsgebäude der Ilmebahn im Sommer 1983. Zu dieser Zeit hielten noch Züge am Einbecker Bahnhof. Heute befindet sich der ZOB auf der anderen Straßenseite (Thiais-Platz) neben der Post.

Das ehemalige Haus Crome in der Baustraße 24, benannt nach einem Einbecker Fotografen. Das Foto entstand um 1900.

Dieses Haus erhielt als erstes in Einbeck bunt bemaltes Fachwerk in der sog. »Hildesheimer Manier«. Auch die Gefache waren ausgemalt und mit Sprüchen verziert.

Später wurde die farbige Fachwerkgestaltung für viele Einbecker Häuser übernommen, und dies Stadtbild gefällt heute noch den Einwohnern und den Gästen ausnehmend gut, auch wenn es nicht der früher eher etwas schlichteren Fassadengestaltung der Fachwerkbauten entspricht

Gebäude der Einbecker Central-Molkerei in der Dr.-Friedrich-Uhde-Straße (früher Bahnhofstraße).

Hier wurde die Milch noch zur Zeit dieser Aufnahme aus den 50er oder frühen 60er Jahren mit dem Pferdefuhrwerk angeliefert. Die Flaschen scheinen dagegen bereits in Kunststoffkisten für den Vertrieb bereit zu stehen.

Heute steht dort die Volksbank.

Blick in die Hullerser Mauer aus Richtung Hullerser Straße. Um 1932 wurden noch Schafherden durch die Stadt getrieben

Geschäftshaus der Firma Stukenbrok am Marktplatz 7 (1894-1898). Heute steht an dieser Stelle der Neubau des Warenhauses Woolworth

 

Ehemals stand auf der Höhe der Hube, einem Höhenzug nördlich von Einbeck, ein stattliches Gasthaus (erbaut 1793). Es war Ziel so manchen Sonntagsausfluges, und viele Familienfeiern fanden hier statt. Ende der 60er Jahre fand sich dafür kein Pächter mehr, und so wurde es 1970 im Rahmen einer Feuerwehrübung abgebrannt.

Die »Untere Mühle« am Mühlenwall, eine der drei Einbecker Stadt-Mühlen, um 1900. Hier wurde 1902 erstmals eine Turbine zur Stromerzeugung eingebaut. 1914 brannte sie ab. Nach dem Wiederaufbau wurde sie als »Hartmanns Mühle« bekannt. Heute gehört das Grundstück zur A. Kayser GmbH.

Blick in die Bismarckstraße in Richtung Westen an einem schönen Frühlingstag um 1900. Die Straße ist noch unbefestigt, im Hintergrund links ist das Kuppeldach der neuen Synagoge im »maurischen Stil« zu sehen, die 1896 eingeweiht wurde. Dies städtebauliche Schmuckstück wurde am 9. November 1938 niedergebrannt.

Die  Dampflok 24.009 der damaligen Bundesbahn beförderte einen Sonderzug  über die Gleise der Ilmebahn. Was machte der Zugführer während der Fahrt auf der Einstiegsleiter des Führerhauses?

Blick durch die Hohe Münsterstraße in Richtung Münsterkirche St. Alexandri.

Spielende Kinder hatten hier vor dem ersten Weltkrieg noch kaum Verkehrsgefahren zu befürchten; ein Fotograf mit Stativ und Plattenkamera lockte sie alle auf die Straße.

Die Bäckerei Delliehausen in der Benser Straße/Ecke Baustraße.

1904 posiert Bäckermeister Carl Delliehausen mit einem Gesellen und einem Lehrling in der Ladentür, zwei Frauen schauen aus den Fenstern des
1. Stocks und eine Menge Kinder drängen sich, um mit auf das Bild zu kommen.

Blick in die Hägerstraße 1966. Im Vordergrund das Haus Nr. 18 kurz vor dem Abbruch. Eine ganze Reihe der Häuser musste in den 60er Jahren einer Betriebs-Erweiterung der Einbecker Brauerei Platz machen.

Blick von der Benser Straße auf die Konditorei Struve an der Ecke Papenstraße, 1904. Später befand sich hier das Café Wenge, in dem man »für’n Groschen« eine ganze Spitztüte voller Kuchen von gestern bekam. Hinter der Konditorei lag der Kuhlgatzsche Hof, in dem zeitweilig eine Schnapsbrennerei betrieben wurde und wo bis 1948 der Kunstmaler Kurt Hensel zu Hause war.

Blick vom »Placke«, einem kleinen Straßenplatz im Verlauf der Maschenstraße, in die Hullerser Mauer, um 1909. Auffallend viele Häuser sind im Gegensatz zu heute noch vollständig verputzt, ein Versuch, die hohe Brandgefahr bei damals üblicher Benutzung offenen Feuers für Heizung und Beleuchtung einzudämmen.

Ansicht der ehemaligen Fahrradfabrik August Stukenbrok Einbeck (heute Neues Rathaus) vom Ostertor aus.
1907 erwarb Stukenbrok die ehemalige preußische Kaserne, baute sie großzügig zum repräsentativen Firmensitz um und erweiterte das Firmengelände um zahlreiche Lager und Montagehallen. Die Aufnahme entstand noch vor dem Ersten Weltkrieg auf dem Höhepunkt der Firmenentwicklung.

Quelle und Copyright: Stadtarchiv Einbeck